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Ergebnisse der TK-Bewegungsstudie von 2007

Der Gesundheit Beine machen

In Deutschland regieren die Couch-Potatoes: Zwei von drei Bundesbürgern verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem heimischen Sofa. Nur jeder Fünfte treibt regelmäßig Sport. Im Job sieht es nicht anders aus. Nach einer TK-Studie sitzt jeder zweite Berufstätige den ganzen Tag am Computer. Die Folge: Schon heute sitzt sich jeder dritte Deutsche krank - Tendenz steigend. Weichen werden in der Kindheit gestellt Kinder sitzen heute durchschnittlich zweieinhalb Stunden am Tag vor Fernseher oder Computer und bewegen sich nur noch halb so viel wie Gleichaltrige vor einigen Jahren. Das bleibt nicht folgenlos. Fünf von sechs Erwachsenen, die in ihrer Kindheit keinen Sport getrieben haben, bewegen sich heute nur selten oder gar nicht. Dagegen haben zwei Drittel derjenigen, die als Kinder viel auf dem Sportplatz waren, auch heute noch Spaß an Bewegung. Die Hälfte von ihnen kann sich sogar „ein Leben ohne Sport nicht vorstellen“.
Weichen werden in der Kindheit gestellt
Kinder sitzen heute durchschnittlich zweieinhalb Stunden am Tag vor Fernseher oder Computer und bewegen sich nur noch halb so viel wie Gleichaltrige vor einigen Jahren. Das bleibt nicht folgenlos. Fünf von sechs Erwachsenen, die in ihrer Kindheit keinen Sport getrieben haben, bewegen sich heute nur selten oder gar nicht. Dagegen haben zwei Drittel derjenigen, die als Kinder viel auf dem Sportplatz waren, auch heute noch Spaß an Bewegung. Die Hälfte von ihnen kann sich sogar „ein Leben ohne Sport nicht vorstellen“.
Zu wenig Bewegung mit gravierenden Folgen
Jeder Zweite, der in jungen Jahren inaktiv war, leidet heute unter Rückenschmerzen. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken oder Herz-Kreislaufprobleme zu bekommen, ist bei ihnen doppelt so groß wie bei Menschen mit aktiver Kindheit. Auch psychisch geht es kleinen Sportmuffeln als Erwachsene schlechter: Sie fühlen sich häufiger müde und schlapp, schlafen schlechter und leiden öfter unter Stimmungsschwankungen.

Nahezu jeder fünfte Grundschüler ist übergewichtig
Aufgrund von Bewegungsmangel klagt heute schon jedes dritte Kind gelegentlich über Rückenschmerzen, fast jedes Zweite hat Haltungsschäden und nahezu jeder fünfte Grundschüler ist übergewichtig.

Den Schweinehund besiegen
Fast jeder ist davon überzeugt, dass Bewegung nicht nur vor vielen Krankheiten schützt, sondern auch glücklich macht, das Selbstbewusstsein stärkt und geistig fit hält. Doch nur jeder vierte Mann und jede sechste Frau in Deutschland treiben regelmäßig Sport. Fast jeder zweite Befragte gab an, überhaupt keinen Sport zu treiben oder nur in Ausnahmefällen sportlich aktiv zu sein. Jeder zweite Sportmuffel hat deshalb ein schlechtes Gewissen.
So schaffen Sie den Einstieg zum Sport und bleiben dabei:
 * genau überlegen, was man erreichen möchte, was Spaß macht und welche Sportart dazu passt * realistische Ziele setzen * klein anfangen: Zweimal in der Woche eine halbe Stunde zu joggen oder eine Station früher aus dem Bus zu steigen und den Rest zu Fuß zu gehen, ist ein guter Anfang. * überlegen, worauf man in seinem Tagesablauf verzichten kann, um Zeit für Sport freizuschaufeln * Etappenziele setzen, die man feiern kann Wichtig ist, die schwierige Startphase durchzustehen, in der man sich an die neuen Spielregeln gewöhnt. Im Idealfall wird schon nach wenigen Wochen aus der Pflichtübung ein Bedürfnis, das der Körper sogar einfordert.

Das bringt`s
Sich jeden Tag eine halbe Stunde zu bewegen, minimiert das Risiko vieler Erkrankungen deutlich: Während zum Beispiel jeder zweite Antisportler laut der TK-Studie unter Rückenschmerzen leidet, sind nur halb so viele Aktive betroffen. Regelmäßige Bewegung stärkt die Rücken- und Bauchmuskulatur, was die Wirbelsäule entlastet, und bewirkt, dass die empfindlichen Bandscheiben besser mit Nährstoffen versorgt werden. Auch die Knochendichte ist bei Sportlern deutlich höher. Das senkt das Risiko von Osteoporose und Brüchen im Alter deutlich. Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck sind für Sportmuffel ebenfalls eine Gefahr: Während nicht einmal jeder zehnte Aktive unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet, ist davon jede vierte Couch-Potatoe betroffen. Und unter Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes leiden fast dreimal so viele Inaktive wie Sportler.
Es ist nie zu spät
Sport hält jung: Je weniger der Körper gefordert wird, um so schneller baut er ab. Wer von klein auf bis ins hohe Alter trainiert, kann lange das Leistungsniveau eines 30-Jährigen aufrechterhalten. Wer in späteren Jahren mit einem Ausdauersport beginnt, kann noch immer die Fitness von etwa 20 Jahre jüngeren Untrainierten erreichen. Regelmäßige Bewegung beugt zudem nicht nur zahlreichen Krankheiten vor, sondern kann auch die Auswirkungen bestehender Leiden deutlich lindern. „Best Ager“, die Sport treiben, wirken nicht nur Rückenbeschwerden entgegen - auch Lunge, Herz und Kreislauf bringen sie in Schwung. Wer sich im Alter gelenkig hält und seine Bewegungsabläufe gut koordinieren kann, riskiert zudem weniger Stürze und Verletzungen. Und nicht zuletzt steigert Bewegung auch die geistige Leistungsfähigkeit.


Bewegung wie andere Arzneimittel einnehmen
Auch für chronisch Kranke ist es nie zu spät, mehr Bewegung in ihren Alltag zu bringen - und es lohnt sich. Denn aktiv zu sein, beugt nicht nur vielen Krankheiten vor, sondern hilft auch, sie zu heilen: Wir sollten Bewegung als eine Art Medizin begreifen, die wir regelmäßig einnehmen, wie andere Arzneimittel auch, sagt Professor Dr. Martin Halle, ärztlicher Direktor der Poliklinik für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin an der Technischen Universität München.

Quelle TK / Autor: Inga Lund / 23.10.2007


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